Merkliste 
Show Navigation

FAQ

 

Raum- und Gebäudeklima

Was sollte ich bei Parkett in Niedrigenergie- und Passivhäusern bzw. generell in Bauten mit kontrollierter Wohnraumlüftung beachten?

Durch die dichte Gebäudehülle und oftmalig zu hohen Luftwechselraten kann es während der Heizperiode oft zu einem sehr trockenen Raumklima kommen. Hier sollte besonders auf unsere klimatischen Empfehlungen und einer optimalen Einstellung der kontrollierten Wohnraumlüftung hinsichtlich der Luftwechselraten geachtet werden.

Ein konstantes Raumklima von 20°C und 30 - 65% relative Luftfeuchtigkeit wird auch hier ausdrücklich empfohlen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte während der Wintermonate nicht unter 30% und während der Sommermonate nicht über 65% liegen.

Bedenken Sie auch, dass Sie dadurch wertvolle Heizenergie sparen können, da bei einer höheren Luftfeuchtigkeit auch eine geringere Raumtemperatur als angenehm empfunden wird.

Während der Heizperioden möglichst viele Feuchtequellen im Raum schaffen (z.B. Inbetriebnahme eines Luftbefeuchters zu Beginn der Heizperioden, Zimmerpflanzen, etc.). So soll ein zu starkes Abtrocknen des Parkettbodens vermieden werden.

Zur Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit empfehlen wir die Platzierung eines Hygrometers.


Ist eine Verlegung von Parkett in Feuchträumen möglich?

Generell gilt zu beachten, dass ein Holzboden in einem Feuchtraum (z.B. Badezimmer) ein Mehr an Arbeits- und Pflegeaufwand bedeutet. Es muss mehr Sorgfalt in Hinblick auf Spritzwasser, Luftfeuchtigkeit, sowie so genannten Quellen und Schüsselungen aufgewendet werden.

Um die unvermeidlichen Dimensionsänderungen so gut wie möglich zu minimieren, empfehlen wir während des ganzen Jahres ein Raumklima von 20°C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit beizubehalten. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in den Sommermonaten nicht über 65% steigen  und in den Wintermonaten nicht unter 30% fallen. Des Weiteren ist die Auswahl von Holzarten mit möglichst geringem Quell- Schwindverhalten und einer geringen Holzfeuchteangleichsgeschwindigkeit (z.B. Eiche) von Vorteil.

Empfohlen werden idealerweise Produkte mit mehrschichtigem Aufbau (2- bzw. 3-Schicht). Als Oberfläche ist die naturgeölte Oberfläche Pro Vital finish von Vorteil. Weiter ist es ratsam, unmittelbar vor der Badewanne oder Duschtasse eine oder zwei Reihen Fliesen/Stein zu verlegen, um Spritzwasser abzufangen. Eine Verlegung von Parkett in Nasszellen ist nicht zulässig.

Nach jeder Benützung des Feuchtraumes sollten mögliche Wasserspritzer oder Wasserlacken weggewischt werden, um stehende Wassereinwirkung zu vermeiden (Gefahr von Fleckenbildung und Schüsselung). Das Badezimmer muss regelmäßig belüftet werden. Nach jedem Vollbad und jeder Dusche ist ausgiebig zu lüften um das Raumklima zu regulieren.

Die Pflege sollte je nach Bedarf und Nutzungsintensität durchgeführt werden. Es geht dabei um die Erneuerung der imprägnierenden Schicht, die dann erfolgen sollte, wenn das Wasser nicht mehr sichtbar zusammenläuft sondern beginnt in die Oberfläche einzudringen.

Durch regelmäßige Pflege und Achtsamkeit kann Wasserflecken und Dimensionsveränderungen aufgrund von Holzfeuchtigkeitsschwankungen vorgebeugt werden. 


Mein Parkett hat Fugen oder weist Schüsselungen auf. Was ist passiert?

Welches Raumklima wird für Parkettböden empfohlen?

Der natürliche Werkstoff Holz atmet. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Holz in Abhängigkeit vom Raumklima Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt oder abgibt und dadurch seine Holzfeuchtigkeit an die vorherrschende Luftfeuchtigkeit anpasst (Gleichgewichtsfeuchte). Daraus resultiert ein Quellen und Schwinden des Bodens, das in weiterer Folge zu Schwindungsfugen oder Schüsselungen führen kann. Dieser Vorgang wird auch als „Arbeiten“ des Holzes bezeichnet. Grundsätzlich sollte man dies nicht negativ bewerten, sondern als natürliche Eigenschaft eines natürlichen Werkstoffes betrachten! Um die unvermeidlichen Dimensionsänderungen so gut wie möglich zu minimieren, empfehlen wir während des ganzen Jahres idealerweise ein Raumklima von 20°C und 30 bis 65% relativer Luftfeuchte beizubehalten. Die Holzfeuchte unseres Parketts bei Auslieferung ist auf eine Luftfeuchtigkeit um 50% ausgelegt. Weiters ist die Auswahl von Holzarten mit möglichst geringem Quell- und Schwindverhalten und einer möglichst geringen Holzfeuchteangleichsgeschwindigkeit (z.B. Eiche) von Vorteil. Das richtige Raumklima ist vor allem in der Heizperiode wichtig, da ein Abtrocknen des Parketts durch zu trockene Luft zu Fugenbildung führt. Hier kann ein Luftbefeuchter, der zu Beginn der Heizperiode in Betrieb genommen wird, wertvolle Dienste leisten. Wir empfehlen daher im Winter langes Lüften zu vermeiden, da dies zu einer weiteren Absenkung der Luftfeuchtigkeit führt. Während der Heizperioden möglichst viele Feuchtequellen im Raum schaffen, wie z. B. Zimmerpflanzen, Heizkörperaufsätze oder Luftbefeuchter. Zur Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit empfehlen wir die Platzierung eines Hygrometers.


Farben

Kann sich die Farbe meines Parkettbodens verändern?

Nach der Verlegung kommt es durch Sonneneinstrahlung zu typischen Farbänderungen des Holzes, abhängig von der Intensität der Lichteinwirkung und verschiedenen Inhaltsstoffen. Verschiedene Holzarten reagieren unterschiedlich was Stärke, Geschwindigkeit und Art der Änderung betrifft (Vergilben, Nachdunkeln oder Ausbleichen).


Was ist kerngeräuchertes Eichenparkett?

Das „Räuchern“ dient dem dunklen Färben von Parkettholz (vorwiegend Eiche), wobei die natürliche Farbvariation und Maserung des Holzes erhalten bleibt. Es handelt sich um eine Reaktion der holzeigenen Inhaltsstoffe und ahmt einen natürlichen Prozess nach. Dieser tritt z.B. bei Mooreichen ein, die über einem langen Zeitraum unter Luftabschluss in Sümpfen und Mooren lagern. Durch eine chemische Reaktion entsteht eine einheitliche, intensiv dunkle Färbung des Holzes.

Durch dieses Verfahren wird das Holz über den gesamten Querschnitt gefärbt, daher spricht man von Kernräucherung. Einer der Vorteile der Kernräucherung liegt darin, dass bei einer Renovierung des Parkettbodens, auch bei mehrmaligem Abschleifen der Farbcharakter erhalten bleibt.

Aufgrund des schwankenden Gerbsäuregehaltes im Eichenholz kommt es bei der Räucherung zu einer natürlichen Farb- und Strukturvielfalt des Parketts. Wie bei allen Holzarten kommt es auch bei kerngeräucherter Eiche zu einer nachträglichen Farbveränderung des Holzes. Zwar hemmt der Prozess des Kernräucherns solche Farbveränderungen, je nach Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung findet aber auch hier ein Vergilben und Aufhellen statt.


Kann die Farbe des Holzes variieren?

Farbvariationen sind ebenfalls ein typisches Merkmal des natürlichen Rohstoffes Holz, das von Baum zu Baum bzw. je nach Wuchsgebiet variieren kann. Aus diesem Grund können farbliche Unterschiede sowohl zwischen verschiedenen Produktionschargen, als auch innerhalb einer Produktionscharge auftreten. Dies gilt im Speziellen auch für Color-Oberflächen, da die Einlagerung von Farbpigmenten aufgrund der Holzstruktur zu unterschiedlichen Farbtönen führen kann.


Fußbodenheizung

Kann Parkett auf Fußbodenheizung verlegt werden?

Parkett auf Warmwasser-Fußbodenheizung hat sich bereits jahrzehntelang zur besten Zufriedenheit der Kunden bewährt. Der Verlegefachbetrieb spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und garantiert die richtige Beratung sowie ordnungsgemäße Verlegung. Voraussetzung ist in jedem Fall die fachgerechte Ausführung der Heizungskonstruktion und die normgerechte Herstellung des Estrichs.


Welche Produkte werden für Parkett auf Fußbodenheizung empfohlen?

Grundsätzlich eignen sich alle Parketttypen der Firma Weitzer Parkett zur Verlegung auf Fußbodenheizung. Für die Eignung ausschlaggebend ist nicht der Aufbau unserer Mehrschichtparkettprodukte, sondern vor allem die Holzart (siehe Punkt 6). Ihr Weitzer Parkett Partner berät Sie in diesem Fall sehr gerne!


Welche Holzarten werden für Parkett auf Fußbodenheizung empfohlen?

Die Wahl einer Holzart mit günstigem Quell- und Schwindverhalten wie z.B. Eiche, Birnbaum, Nussbaum, Kirschbaum ist von Vorteil. Holzarten wie Buche, Bergahorn oder kanadischer Ahorn sind nur bedingt empfohlen.


Welche Sortierungen werden für Parkett auf Fußbodenheizung empfohlen?

Schlichte Sortierungen mit einem überwiegenden Anteil an sichtbaren Jahresringen (z.B. exquisit) vermindern ebenfalls das Quell- und Schwindverhalten und sind somit für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung empfohlen.


Ist eine schwimmende Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizung empfohlen?

Eine schwimmende Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizung ist nur bedingt geeignet, da diese Verlegetechnik eine Erhöhung des Wärmedurchgangswiderstandes zur Folge hat. Die Gründe hierfür liegen im Widerstand der Ausgleichsunterlage und einer kaum vermeidbaren, dünnen Luftschicht durch geringfügige, örtliche Unebenheiten oder Aufwölbung des Bodens (z.B. Estrichunebenheiten, Absenkungen durch schwere Möbelstücke etc.). Weitzer Parkett empfiehlt die vollflächige Verklebung durch einen Verlegefachbetrieb.


Was sollte ich bei Parkett auf Fußbodenheizung besonders beachten

Die Erhaltung der richtigen Holzfeuchtigkeit ist entscheidend um generelle Dimensionsänderungen und Fugenbildung (vor allem in der Heizperiode) bestmöglich zu minimieren. Weitzer Parkett empfiehlt ein Raumklima von 20°C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit, dabei sollte diese während der Wintermonate nicht unter 30% und während der Sommermonate nicht über 65% liegen. Die Oberflächentemperatur des Parkettbodens darf 29°C nicht überschreiten.

Langes Lüften im Winter ebenfalls vermeiden, da dies zu einer Absenkung der Luftfeuchtigkeit führt. Während der Heizperioden möglichst viele Feuchtequellen im Raum schaffen (z.B. Inbetriebnahme eines Luftbefeuchters zu Beginn der Heizperioden, Zimmerpflanzen, etc.). Es soll ein zu starkes Abtrocknen des Parkettbodens vermieden werden. Bei Verwendung von Teppichen während der Heizperiode muss in diesen Bereichen mit einer Fugenbildung gerechnet werden (Hitzestau). In den Sommermonaten sollten nicht notwendige Feuchtequellen vermieden werden. Zur Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit empfehlen wir die Platzierung eines Hygrometers.


Ist eine Verlegung von Parkett auf elektrischer Fußbodenheizung bzw. auf Dünnbettheizestrichen möglich?

Grundsätzlich gelten für all unsere Produkte dieselben Vorgaben und Freigaben wie dies für die Warmwasser-Fußbodenheizung der Fall ist. Bei einer Fußbodenheizung mittels Wärme durch elektrische Heizdrähte gilt erhöhte Vorsicht auf die Oberflächentemperatur (max. 29°C) zu nehmen. Durch zu schnelles Aufheizen oder auch durch Störfälle kann es zu erhöhter Oberflächentemperatur und in weiterer Folge zu Schadensbildern in der Parkettoberfläche kommen. Dies gilt im Allgemeinen auch für Dünnbettheizestriche.

Generell wird auch hier ein Raumklima von 20°C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit empfohlen. Dabei sollte diese während der Wintermonate nicht unter 30% und während der Sommermonate nicht über 65% liegen.

Bei einem eventuellen Entfernen des Parkettbodens gilt bei dieser Art von Fußbodenheizung besondere Vorsicht.

Für die genaue technische Ausführung setzen Sie sich bitte mit einem Fachbetrieb für Fußbodenheizung in Verbindung.